Michelle on Tour!
Die erste Woche in Wrexham

Am 19.03.2010 war es dann soweit. Ich lernte meine richtige Gastfamilie kennen, bei der ich 7 Wochen leben soll. Ich wusste seit einiger Zeit das ich meinen Arbeitsplatz im Yale College in Wrexham haben werde, jedoch wusste ich bis kurz vor der Abfahrt nicht wo ich unterkommen würde.

 Ich erfuhr durch einen Brief, dass ich bei einem verheirateten Ehepaar im Queenspark in Wrexham unterkomme. Ich laß außerdem, dass sie sich mit einer Dänischen Dogge, einem Papagei und einer Katze das Haus teilen. In dem Brief stand außerdem, dass sie eine große Familie sind, jedoch keiner Ihrer Kinder mehr zuhause lebt. Da für mich dieser Augenblick nicht zu wissen wo man hinkommt, einer der unangenehmsten Augenblicke in meiner Zeit hier war, lockerte sich etwas meine Stimmung, da ich ja, wie die meisten wissen sehr Tierlieb bin.

Der Abschied meiner alten Gasteltern viel mir sehr schwer und es kullerten sogar ein paar Tränchen. Als ich dann endlich in meinem neuen zu Hause ankam, erfuhr ich dann von der Familie (ca. 12 Menschen saßen im Wohnzimmer und ‘‘Nein“ die Familie war nicht komplett anwesend), dass sie den Hund abgegeben haben, der Papagei gestorben ist und Ihr 19 Jahre alter Enkel hier nun wohnt. Sichtlich überfordert durch die Nervosität die mich den ganzen Tag plagte und die dann doch etwas andere Tatsache des neuen Wohnorts freute ich mich wenigstens, dass die Katze noch da war

Mit der Zeit verlor ich jedoch meine Hemmungen meine Englischkenntnisse mit der Familie zu teilen und merkte, dass es gar nicht so schlimm ist in einer so großen Familie zu leben und gewöhnte mich sehr schnell an meine neue Umgebung. Mittlerweile kann ich sogar sagen, dass diese Familie wirklich das Beste ist was mir hier passieren konnte und ich bin jetzt schon traurig wenn ich daran denke, diese bald wieder verlassen zu müssen.

 Mami keine Angst ich hab dich auch Lieb

Am 21.03.2011 hatte ich dann meinen ersten Arbeitstag in der Bücherei des Yale Colleges in Wrexham (http://www.yale-wrexham.co.uk/page.php?ContentID=20) ich arbeite tägl. Von Mo. – Fr. von 09 – 16 Uhr und habe um 12 Uhr eine Stunde Mittagspause.

Ich lernte meine Chefin J. kennen, die mich und Melanie mit den Mitarbeitern bekannt machte und uns einmal durch das komplette College führte. Mein Eindruck war sehr gut von dem College, es war sehr sauber, die Studenten hier waren wirklich sehr zuvorkommend und freundlich und die Bücherei selbst ist sehr modern eigerichtet, bis ich dann die Bücherregale sah. Es war unglaublich wie durcheinander gewühlt die Bücher quer übereinander lagen. Unsere erste Aufgabe bestand dann auch darin, vermisste Medien in den Regalen zu suchen und im Katalog zu löschen oder sie wieder auf ‘‘Verfügbar‘‘ zu stellen…

Ich denke eine Arbeitskollegin wird nun besonders stolz auf mich sein, da ich seit der ersten Woche versuche (freiwillig) Ordnung in die Bücher zu bringen.

Die andere Aufgaben die ich dort seit einer Woche habe, sind das Arbeiten an der Information wo ich Hauptsächlich den Studenten einen von Ihnen gewünschten Computer freischalte und an der Verbuchungstheke, wo ich  Bücher ausleihe oder sie zurück nehme. Das Katalogisieren von Zeitschriften und Kinderbüchern erledige ich neben her. Das System (Liberty 3), ist dass der Stadtbibliothek Ratingen sehr ähnlich und somit habe ich keine sonderlich großen Probleme diese Aufgabe auszuführen. Mit der Sprache komme ich im Bibliothekswesen auch sehr gut klar. Vielen Dank nochmal für den Gästebucheintrag mit dem Link für das Bibliotheksenglisch, es war mir schon hilfreich.

Mir gefällt meine Arbeit hier wirklich sehr gut. Ich fühle mich hier sehr gut aufgehoben und habe immer einen Ansprechpartner. Ich habe auch von den anderen Mädchen erfahren, dass die Regale bei Ihnen auch nicht anders aussehen, also scheint das hier üblich zu sein. Trotzdem werde ich nicht aufhören zu versuchen, ein wenig mehr Ordnung in die Systematik zu bekommen.

An meinem ersten Wochenende traf ich mich dann abends mit Melanie und A., die etwa 30 min. von mir entfernt wohnen und wir erkundeten das Nachtleben in Wrexham. Ich hätte nie gedacht das es in so einer ‘‘kleinen ‘‘ Stadt so viele Clubs und Pubs gibt, die auch noch nach 12 Uhr geöffnet sind. Wir lernten ein paar Deutsche aus Braunschweig kennen, die hier seit ca. 1 Jahr studieren und hatten einen schönen Abend.

Am nächsten Tag besuchten wir Franziska in Chester und sie zeigte uns die Einkaufmöglichkeiten dort und das Nachtleben. Chester ist sehr schön gewesen nur leider hatte ich nicht genügend Zeit alles zu sehen und deshalb fahre ich nächste Woche noch einmal hin um ein paar Fotos zu machen und um ein paar Museen zu besichtigen.

Ich hoffe es geht allein in Deutschland sehr gut. Ich melde mich jetzt 1x Mal die Woche mit einer Zusammenfassung meiner ganzen Woche. Ich wünsche euch noch einen schönen Tag/Abend und Grüße alle die meinen Blog verfolgen.

 

28.3.11 19:18
 


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